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Passivhaus 2026: Standard, Kosten & Förderprogramme im Überblick

Das Passivhaus stellt 2026 den höchsten freiwilligen Energiestandard für Wohngebäude dar. Dieser Ratgeber erläutert die Definition nach Passivhaus-Institut, die Vorgaben zu Heizwärmebedarf und Luftdichtheit, die Mehrkosten gegenüber dem GEG-Mindeststandard sowie die passenden Förderprogramme.

Redaktion Fertighaus Anbieter
Stand: 20. Mai 2026
Lesezeit: 9 Min

Beim Passivhaus handelt es sich um ein Baukonzept, dessen Gebäudehülle so gut gedämmt ist, dass eine herkömmliche Heizanlage überflüssig wird. Was an Wärme durch die Sonne, durch Bewohner und Geräte sowie durch eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung anfällt, genügt, um den Heizwärmebedarf unter der Marke von 15 kWh/m²a zu halten. Wer 2026 einen Fertighaus Anbieter mit Passivhaus-Programm sucht, findet reichlich Auswahl: Holzrahmen- und Holztafelbau schaffen die nötigen U-Werte längst bei vertretbaren Wandstärken – das Passivhaus ist im Fertigbau also keine Ausnahme mehr.

≤ 15 kWh
Heizwärmebedarf p.a.
pro m² Wohnfläche
≤ 0,6 1/h
Luftdichtheit n₅₀
Blower-Door-Test
Uw ≤ 0,80
Fenster-Mindeststandard
dreifach verglast

Passivhaus, GEG und die Effizienzhaus-Stufen

Kurzantwort: Für Neubauten schreibt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) 2026 mindestens den Standard EH 55 vor und definiert Obergrenzen für Primärenergiebedarf, Transmissionswärmeverluste sowie den Pflichtanteil erneuerbarer Wärme. Ein Passivhaus liegt weit über diesen Vorgaben und entspricht in der KfW-Systematik meist einem Effizienzhaus 40 oder besser – damit steht die höchste KfW-Förderstufe offen. Wie die Stufen im Detail aufeinander aufbauen, zeigt unser GEG-Ratgeber 2026.

Die vier Säulen eines Passivhauses

  • Gedämmte Hülle mit U-Werten von höchstens 0,15 W/(m²K) an Außenwand, Dach und Bodenplatte.
  • Fenster mit Dreifachverglasung (Uw ≤ 0,80 W/(m²K)) in thermisch getrennten Rahmen eingesetzt.
  • Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung, Sommer-Bypass und Frostschutz, Wirkungsgrad mindestens 85 %.
  • Luftdichte Konstruktion, per Blower-Door mit n₅₀ ≤ 0,6 1/h vor der Abnahme nachgewiesen.

Planung und der passende Energie-Fachmann

Ein Passivhaus verlangt bauphysikalisches Know-how bis ins Detail: jede Wärmebrücke muss ausgeschlossen, alle Lüftungsleitungen innerhalb der gedämmten Hülle geführt und der sommerliche Hitzeschutz von Beginn an mitgedacht werden. Die energetische Berechnung übernimmt eine qualifizierte Fachkraft aus der Energieeffizienz-Expertenliste des Bundes. Ohne eine dort gelistete Person lässt sich kein KfW-Antrag stellen; bei Passivhausprojekten liefern diese Fachleute in aller Regel zusätzlich die PHPP-Berechnung des Passivhaus-Instituts mit.

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